letzte Kommentare / Offensichtlich wird... wuerg / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins


26
Juli
Qualität und Westerwelle-Kapitalismus?
Gibt's Schneemänner in der Sahara? Manche Leute glauben wirklich jeden Scheiß:

„Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen Kosten gesenkt, Produktivität und Qualität erhöht werden. Genau das hat sich das Projekt OSB (Optimierung S-Bahnen) zur Aufgabe gemacht.“

 
 
25
Juli
Milliardären ist jeder Euro noch zuviel:
Der norwegische Milliardär Stein Erik Hagen besitzt ein Privatvermögen von 4,5 Milliarden Schweizer Franken. Mit seiner Supermarktkette verdiente er zusätzliche -zig Mio. im Jahr. Gemäss norwegischem Steuerregister hat Hagen im Jahre 2007 einen Haufen von Abzügen geltend gemacht und sagenhafte zwei Millionen Fränkli in die norwegische Staatskasse an Steuern einbezahlen müssen. Er entrichtet derzeit faktisch um die 4 Prozent Steuern auf seine Einkünfte im Jahr, bzw. noch weit weniger, rechnen wir Einkünfte und Vermögen mal zusammen. Denn ein Vermögen von 4,5 Mrd. bringt - legt man es zu nur zwei Prozent an - schon ein sattes, arbeitsbefreites Einkommen von 90 Mio im Jahr. Allein der rechtspopulistischen Fortschrittspartei spendet er jährlich wohl mehr als die Summe, die er an das Land Norwegen bezahlt, dem er seinen Reichtum verdankt.

Eine solche 'staatliche Abzockerei' von 2 Mio. lässt ihn jetzt barmen und klagen, als solle ihm das Fell bei lebendigem Leib über die Ohren gezogen werden - und er flüchtet nach Zürich in die weitherzigen Steueroasen der Schweiz. Die genannten Summen können wir übrigens deshalb so gut nachvollziehen, weil in Norwegen die Steuerklärungen jedes Bürgers öffentlich gemacht werden, während angesichts ähnlicher Forderungen hierzulande wohl die erste Millionärsdemo der Geschichte mit Wasserwerfern aufgelöst werden müsste.

Um solche Figuren im Land zu halten, machten die skandinavischen Regierungen übrigens den gleichen Fehler, denn auch die kommende Bundesregierung vorhat: Sie senkten die Vermögenssteuer nochmals erheblich. Trotzdem flüchten die Stinkstiebel, ohne dass wir sie, dank der Blindheit der Regierenden, zum Abschied ein letztes Mal 'abkochen' könnten.

Wenn der Hagen sich, wie man hört, jetzt als Mitglied einer Pariakaste sieht - dann sieht er das ganz richtig. 'Lasst sie fahren dahin!' - so lautet die einzig richtige Parole im Umgang mit diesem Gesocks ... irgendwann treffen sie sich alle auf den Bermudas - und haben für den Rest der Welt Einreiseverbot.

 
 
23
Juli
Neues Kinderlied:
Riskierst du hier 'ne kesse Lippe,
Dann holt dich die Schweinegrippe.
Hörst du nicht endlich zu,
Kriegst du kein Tamiflu.

Dann kommt dich auf leisen Sohlen
der Virus mit der Sense holen,
Zwar ist kein Schwein bisher verstorben,
doch 'Schweinegrippe' klingt verdorben ...

Drum singen wir alle:
Phi-Pha-Pharmama,
Pharmama, Pharmama,
Phi-Pha-Pharmama,
der Pharmamarkt bist du,
drum kauf dein Tamiflu ...

 
 
20
Juli
Avanti popoli ...!
Wozu braucht es die Linke? Der Sozialismus kommt unter Merkel, Guttenberg und Pofalla doch erst richtig ins Rollen:

"Radikaler Kurswechsel: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" erwägt die Regierung, Banken staatliche Hilfen aufzuzwingen und so Miteigentümer zu werden".

 
 
16
Juli
Diese Öchsperten wieder!
"Der Sozialstaat in seiner jetzigen Form ist künftig nicht mehr finanzierbar", sagt Jochen Pimpertz vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft. Ursache sei die Alterung der Gesellschaft. Immer weniger Beschäftigte bezahlen immer mehr Rentner und Transfergeldempfänger. "Weil sich die Politik nicht zu Kürzungen bei den Renten durchringen kann, bleiben nur höhere Beiträge oder Steuern."

Tscha - in dem Fall bin ich für Steuern ...

Der Wirtschaftsweise Wolfgang Wiegard ergänzt: "Die heute 30- bis 50-Jährigen werden die Last schultern."

Blödsinn - die Vermögenden werden die Last schon schultern, sie haben ja auch die breitesten ...

 
 
13
Juli
Sie hatten immer recht ...
... auch wenn sie heute das Gegenteil meinen:

"Die sechs Chefs der wichtigsten Wirtschaftsforschungsinstitute erreichten allesamt einen Index-Wert von 100 Prozent (auf der Deregulierungsskala von 'vor der Finanzkrise')."

Die Frage ist doch: Wie wird man solche Figuren wieder los, wenn ihre Zeit vorbei ist?

 
 
08
Juli
Das Bad-Bank-Konzept (illustriert):


Bild: wikimedia / GNU License

 
 
07
Juli
Mit dem Bürokratieabbau ...
... hatte Vattenfall schon mal ernst gemacht. Ganz im Sinne der FDP:

"Der Betreiber Vattenfall musste inzwischen einräumen, dass bei dem defekten Trafo eine vorgeschriebene Überwachungseinrichtung nicht installiert worden war."

Und wenn wir die Vorschriften noch nicht abschaffen können, dann schaffen wir prophylaktisch schon mal das Vorgeschriebene ab ...

 
 
06
Juli
Versager!
"Eigentlich hätte der Verlust noch höher sein sollen ..."

 
 
03
Juli
Bubbling Bad Banks:
Jetzt, wo die Finanzindustrie ihre Schrottpapiere nun dem werten Steuerzahler erfolgreich aufs Auge gedrückt hat, kommt keineswegs 'die Kreditvergabe wieder in Schwung', wie dies entweder arglose oder potemkinsche Politiker unermüdlich behaupten, in Schwung kommt einzig und allein die erneute Spekulation ... denn sie wissen ja jetzt, dass dort riesige Gewinne ohne jedes Risiko warten. Weshalb sollten sie sich mit vier oder fünf Prozent abplagen?

Finanzminister Steinbrück schließt sich meiner Meinung prompt an:

"Der Bundestag hat am Freitag das Bad-Bank-Gesetz beschlossen - und schon äußert Finanzminister Steinbrück Bedenken, dass es wirklich ausreicht."

Fragt sich, weshalb sie's dann gemacht haben? Oder: Cui bobo?

 
 
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