letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof


23
April
Für die literarische Zukunft Deutschlands ...
... sehe ich schwarz:



'Ich hab ja ... Das hat wahrscheinlich ... Ich habe da ... Nun hatte ich aber ... deswegen hat bei mir ... Furchtbar.'

Yoho - du sagst es!

Hinweis via fixmbr

 
 
Analphabetisch alberne Alliterationen:
'Kaiserwinkl, Käse und Karstadt'

Wenn schon, denn schon, Frau Hannsmann, dann übrigens:
'Käse, Karstadt, Kaiserwinkl' ...

 
 
Mal hü, mal hott - Redaktionsmotto beim 'Spiegel':
Weil's mir gerade unangenehm aufstieß. Bei SpOn findet sich derzeit dieser Artikel: 'Der Klimawandel treibt die Meerespegel in die Höhe - und bedroht damit den Lebensraum von Millionen Menschen.'

Das Spiegel-Magazin auf RTL aber bringt - laut Redaktionsankündigung gestern - am kommenden Sonntag den großen Bericht über das Märchen von der Klimakatastrophe.


Heute hier, morgen dort, bin kaum da, muss ich fort ...

So ist das eben mit dem Aust'schen Meinungslotto ...

 
 
Sollten diese Toitschländer Würstchen ...
... nicht zumindest ein wenig toitsch sprechen und schreiben können?

“Auch die NPD hat es nicht geschafft die Nichtwähler zur Stimmabgabe zu aktivieren. Es wird zu überlegen sein woran es liegen könnte, damit die nächsten Kommunalwahlen 2009 in Magdeburg, Halle und den Altmarkkreisen für die NPD besser laufen.”

 
 
Liebe Angehörige von RAF-Opfern ...
... bei allem Verständnis für eure Rachegelüste: Falls jemand an einer Tat unbeteiligt war und zu Zuchthaus verurteilt wurde, dann steht ihm für seine entgangene Lebenszeit bestenfalls Haftentschädigung zu, aber kein 'trotzdem lebenslänglich', wie ihr es jetzt fordert - mit der lobenswerten Ausnahme von Michael Buback. Der Grundsatz 'ohne Tat keine Strafe' muss eben auch für Christian Klar oder Knut Folkerts gelten, sonst wäre dieser Rechtsstaat kein Rechtsstaat.


Das Stammheim des Stammtischs.

Und wenn der Roland Koch im ZDF herumblökt, das wäre ihm alles piepegal, RAF-Mitglieder wären doch sowieso 'alles Mörder' gewesen, dann steht die Äußerung dieses Spitzenjuristen auf der gleichen Stufe mit Sätzen wie 'alle SS-Angehörigen sind Mörder' oder 'alle Marinerichter sind Mörder'.

 
 
22
April
Endlich wird er vernünftig!
Maradona lässt sich in Psychiatrie einweisen.

 
 
Amoklauf-Experte ...
... ich werde jetzt Amoklauf-Experte: Erstens benötige ich dafür - wie für den Journalismus - keinerlei Ausbildung, sondern nur einen wohlgesinnten Redakteur, der mich mit diesem Titel anmoderiert. Zweitens komme ich dann in jeder Talkshow ganz groß heraus und verdiene mich dumm und dusselig. Und drittens partizipiere ich am derzeitigen publizistischen Amoklauf-Boom in nervenschonender Distanz, ganz ohne mir die Hände schmutzig oder gar blutig zu machen ...

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Mein täglich Brot als Experte.

Hier meine Thesen als Scholl-Latour des Massenmords, damit die Programmplaner meine Sendungskompatibilität schon mal überprüfen können:

1. Amokläufer sind krank und haben ein gestörtes Selbstwertgefühl ('Psycho-Argument').
2. Daher haben wir es mit einem gesellschaftlichen Problem zu tun ('Sozio-Argument').
3. Denn am schlimmsten ist ihre Tat natürlich für ihre Familien - äh --- und natürlich auch für die der Opfer ('Mutti-Argument').
4. Eigentlich wirken die meisten Amokläufer, wenn man die zahlreichen auffälligen Ausnahmen mal abrechnet, bis zum Amoklauf ganz normal, weshalb wirklich niemand etwas ahnen konnte ('Argument der Bürokratieentlastung').
5. Manchmal haben Killerspiele etwas damit zu tun, manchmal auch nicht, in jedem Fall aber trägt die moderne Mediengesellschaft und irgendwie das Internet die Schuld ('Opa-Argument' für Sender mit einem vorwiegend älteren Publikum).
6. Andy Warhol hat alles schon gewusst ('Kultur-' oder 'Popliteraten-Argument', womit ich mich auch bei diesen Grautieren als ebenso 'hip' wie 'hop' beweise).
7. Auf der Basis meiner Thesen kommt alles darauf an, einen Amokläufer schon vor seinem Amoklauf zu inhaftieren, im Zweifel also jeden ('Schäuble-Argument').

So also stelle ich mir meinen Weg zu Reichtum, Ansehen und willigen Weibern vor.
Bild: Stock.xchng 743490

 
 
Mon Oncle
Gestern, von Langeweile getrieben, stöberte ich in den staubüberzogenen Plastikkisten mit den alten Videos und kehrte mit Jacques Tatis drittem Geniestreich zurück. Mein Videorecorder quietschte zunächst empört, als er nach so vielen Jahren Vorruhestand wieder seinen Dienst verrichten sollte, aber dann lief „Mon Oncle”: nach wie vor ein großartiges Statement gegen Automatisierung, Designerwahn und rationale Lebensgestaltung.


Es ist eindeutig: Das Grauen hat gewonnen.

 
 
21
April
WAZ soll's?
Dieses mehr oder minder WAZ-kritische Insider-Blog ist erst zunehmend verstummt - und jetzt verschwunden, nüch? Und keiner hat's gemerkt, außer vielleicht Lyssa ...

 
 
Distanzierter als Erde und Mond?
Ganz klar - Günther Oettinger und seine eigenen Aussagen innerhalb von 24 Stunden.

 
 
Weiß jemand, was aus Dr. Mabuse wurde?

Ob er es weiß?
Bild: wikipedia.org

 
 
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goon magazine
Die Reduktion auf drei Rubriken hat eine gewisse Plausibilität - wie auch das Redaktionsmotto, fernab jeder Pop-Literatur und jeder Rechtschreibreform: 'Gute Kritiker sind zuallererst gute Schriftsteller'.


Topics mit Geschmack: Töne, Worte, Bilder

Das ganze gibt's dazu noch umsonst und draußen als pdf-Datei: HIER. Und der Jubiläumsartikel in der taz über dieses lesenswerteste Spätprodukt des deutschen Idealismus, das die Pop-Jubilare der Spex mancherorts uralt aussehen lässt, ist ebenfalls höchst lesenswert: 'Der ich-zentrierte Gonzo-Journalismus hat sich ausgereizt und ist in neoliberalem Gewäsch geendet.'

 
 
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