letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof


07
Mai
Asse: Der Störfall als Normalität
Zwar kam es in Asse nicht täglich zu einem Störfall, aber es geht schon in die Richtung. Ich frage mich, was eigentlich die zuständige Staatsanwaltschaft treibt, angesichts einer - in meinen Augen - systematisch, industriell und mit hoher krimineller Energie betriebenen Giftmüllverklappung auf Kosten der Gesundheit von uns allen.

Bei der Einlagerung des Atommülls im ehemaligen "Versuchsendlager" Asse hat es mindestens 200 Störfälle gegeben. ... [Laut einer internen Liste] wurden immer wieder Atommüllfässer in das Atommülllager geliefert, deren Außenseite mit radioaktiven Partikeln kontaminiert war. Häufiger kamen dort auch Behälter an, die radioaktive Flüssigkeiten oder Schlämme enthielten, deren Einlagerungen nicht erlaubt war. Gelegentlich waren diese Fässer auch schlicht kaputt. Einzelne Fässer strahlten zudem so stark, dass ein Aufenthalt in ihrer Nähe das Personal erheblich gefährdete.

 
 
Was ich immer sage - die Öchsperten haben schuld!
"Die meisten Mitglieder der heutigen Ökonomengilde sind leider nicht verblichen, sondern weiter in der ideologischen Nachbarschaft Chicagos tätig. Man sollte ihre Annahmen rücksichtslos bloßstellen, denn sie hätten es fast geschafft, unsere Welt zu zerstören.”

Sagt übrigens ein Experte ...

 
 
In Burkina Faso ...
... hat sich noch niemand darüber aufgeregt, dass der Peer Steinbrück das Land fälschlicherweise auf die Liste schmarotzender Steuerparadiese setzte. Obwohl er in dem Fall tatsächlich falsch lag. Um so beeindruckender ist die Gischt aus hochschäumender Betroffenheitsrhetorik in Österreich, Luxemburg und der Schweiz.

Wie lautet das Sprichwort mit den 'getroffenen Hunden' noch mal?

 
 
Seid doch froh ...
... liebe Hamburger, denn 'Medienstandort' zu sein, das schafft schon bald mehr Probleme als Gewinn ...

 
 
06
Mai
Um wen mag es sich da handeln?
Bei mir hat sich für ihn längst der Name "Doofessor Waffelhäuschen" eingebürgert ... er bildet damit das kongeniale Pendant zu seinem INSM-Kumpan "Doofessor Blind".

 
 
Nur 34 Milliarden ...
... da lachen wir inzwischen doch drüber!

Banks are made of peanuts!

 
 
Cluetrain Manifesto 2.0 ...
... oder: Ist Socialismus denn etwas anderes als Sozialismus?

"Die Folge solcher Diskussionen könnte eine enorme Zunahme an sozialer Kompetenz sein, die auch im realen Leben Platz greift. Denn anders als uns die feudalen und nationalen Herrschaftsstrukturen vorgemacht haben, ist ein Delegieren der moralischen Souveränität an so genannte professionelle Entscheider der springende Punkt der aktuellen Krisen ... Wie erlangt man die Macht über sein Leben zurück? Das klingt jetzt wie eine Revolution. Aber sie ist gar nicht nötig. Es geht um das Erörtern einer Welt, in der wir gerne leben wollen ohne Anonymität und Schutz gegen pfiffige Glücksritter. Allein geht es nicht. Parteien sind auch keine Lösung, sie sind eher Teil des Problems - vor allem bei ihrer Nähe zum Lobbyismus. Es geht über den Zusammenschluss der Freunde und Bekannten - in sozialen Netzwerken."

Mit Don's gepflegter Welt aus lauter Distinguierten, die vor akkumulierter Kultur und Sittlichkeit mit Normalen nicht mehr meinen, Umgang pflegen zu dürfen, damit hätte das große Gebrabbel in diesem indischen Dorf namens Digitalia dann allerdings nur noch wenig zu tun. Gut, aber das ist ja auch kein Problem, die digitale Welt ist groß, die können sich ja einen eigenen Affenfelsen erbauen und dort vor sich hin sabbeln, was sie wollen.

Ich persönlich jedenfalls mag den basisdemokratischen Impetus immer noch lieber als die unkultivierte Dekadenz der Übergeistigten, die es meistens doch gar nicht sind. Sonst wären sie ja nicht auf diesem Ticket unterwegs. Im Großen und Ganzen aber scheint mir die markt- und werbungsfeindliche Tiefenstoßrichtung der Netzkultur seit den guten alten Zeiten des Cluetrain Manifesto ungebrochen ...

 
 
Es ist Wahlkampf (1)
Lügen ohne Beinverkürzung - wie geht diese politische Königsdisziplin in Wahlkampfzeiten? Zum Beispiel hilft die kluge Wahl des geeigneten Verbums:

"Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) vertrat Merkels Linie. "Wir werden in unserem Regierungsprogramm durch Korrektur der kalten Progression eine Steuerentlastung für untere und mittlere Einkommen für die nächste Legislaturperiode ankündigen", sagte er der Bild-Zeitung.

Immerhin - 'ankündigen' hat er gesagt, was ja nun wirklich nicht gelogen ist. Von 'einführen' oder gar 'umsetzen' hat er aber nichts gesagt ...

 
 
05
Mai
Steingartismus ...
... das wäre vielleicht ein guter Ausdruck für das, woran der deutsche Politjournalismus krankt - an dieser Analysetiefe, die der Realität keine drei Tage standhält:

"In seiner Kolumne perfektionierte Steingart seinen Wendehals-Habitus – in der frühen Phase der Primaries erklärte der bekennende Hillary Clinton Fan Obama zu einem modernen Hans Dampf, einem Populisten ohne Volk und sagte mehrfach sein baldiges Ende voraus. Als dann „der Unvermeidliche“ zum Kandidaten wurde, wechselte Steingart ins Lager McCains und hielt dessen Sieg für unvermeidlich – bis zum Wahltag. Wer Steingarts Analysen derart Lügen straft, muss ein Phänomen sein. Fortan war Steingart nicht nur vom Phänomen Obama, sondern auch vom amerikanischen Politiksystem derart begeistert, dass er sich auch für Deutschland ein wenig mehr „Obamania“ wünscht."

 
 
Tschüß, Rivva ...
... du warst ein nützliches und hilfreiches Instrument im Netz:

"Muss man sich mal vorstellen: Ein Projekt, was von vielen genutzt wird, Preise gewinnt, (im deutschen Raum) einzigartig ist, wird eingestellt. Würde ich nicht glauben, wenn es mir jemand erzählt."

 
 
Sozialismus oder Asozialismus? ...
... diesen Slogan stifte ich als geborener Gutmensch dem Herrn Westerwelle für seinen Wahlkampf, damit er uns die Hölle schön rot ausmalen kann.

 
 
Die Pornoindustrie ...
... wann entdeckt die endlich das seriöse Bankgewerbe?

"Die New Yorker Niederlassung der Nordbank ist so vollständig durchdrungen von Affären und sexuellen Gefälligkeiten, dass weibliche Angestellte das Büro als 'Bordell' bezeichnen und darüber spotten, welche Sex-Praktiken zu welchen Vorteilen am Arbeitsplatz führen", heißt es in der Klageschrift.

 
 
Aber nur 'vorläufig':
«Als vorläufige Massnahme wird die Herausgabe von `.ch` sofort gestoppt», heisst es weiter.

 
 
Die Zeitungskrise macht wenig Druck ...
... deshalb würde ich auf den Zukunftsberuf des Druckers auch nichts mehr wetten:

"Ungewiss ist in diesem Zusammenhang die längerfristige Entwicklung des Akzidenz-Rollenoffsets. Ob dieses bisherige Kerngeschäft in der Traditionsdruckerei noch Zukunft haben kann, ist momentan in Abklärung".

 
 
Liebe Redakteure ...
... das hört mir auf! Wir Leser stehen morgens dann nämlich ratlos vor diesen Texten mit all den fehlenden Satzzeichen:

Stuttgarter Nachrichten: zu Kommasaufen

 
 
Das Märchen von der Steuergerechtigkeit:
"Nach Angaben des Weißen Hauses hatten multinationale US-Unternehmen im Jahr 2004 für Gewinne in Höhe von 700 Milliarden Dollar (heute 530 Milliarden Euro) gerade einmal 16 Milliarden Dollar Steuern gezahlt - nur 2,3 Prozent."

Ich meine, irgendwoher muss die Rendite ja kommen ...!

 
 
Was erlauben sich Juncker?
Sowohl der Bundes-Hotte wie auch unsere bezaubernde Angela 'Cunctata' Merkel haben kürzlich ein mächtiges Machtwort gesprochen: Niemand dürfe jetzt unverantwortlich von sozialen Unruhen daherschwätzen. Schon gar nicht vor der Bundestagswahl. Und dann das:

"Die Wirtschaftskrise wird dramatische Folgen haben, warnt ... Euro-Finanzchef Juncker: "Es wird sicher eine Beschäftigungskrise geben." Die Rezession bringe Millionen Europäer in eine verzweifelte Lage - und schüre sozialen Unfrieden."

Juncker - marsch ins Bundeskanzleramt zum Rapport!

 
 
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