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... neuere Stories
02
April
Das Wort zum Montag
... richtet sich heute an den Bund Deutscher Zeitungsverleger und es kommt von dem skandalös unterschätzten Detlev Freiherr von Liliencron, wo ihr es in seinem 'Poggfred' findet, wenn ihr ernsthaft sucht, besonders seine halbverschollenen Texte in Deutschlands Antiquariaten.
'Der Lehnstuhl und die Zeitung sind die Losung, Und wie beim Karpfen mehrt sich die Bemoosung'. ![]() 'Mir hat kein Mensch Moral zu predigen, Das kann ich besser selbst erledigen'. Bild: wikipedia.org
Kann mir mal jemand erklären ...
... wie man ein Volontariat 'nicht erfolgreich absolvieren' könnte? Freiwillige können qua Definition schließlich nirgends 'rausfliegen' - und eine Ausbildung, an der man scheitern könnte, ist ja auch was Anderes. Aber immerhin - zwei Jahre war ihr Konto krank, nun klimpert's wieder, Gott sei Dank ...
«Nach ihrem Studium "Kommunikations-Management" an der Fachhochschule Osnabrück absolvierte Frau Kraft erfolgreich ein zweijähriges Volontariat in der Pressestelle von RTL Television.»
Knut?
Darf ich mein Kind eigentlich noch Knut nennen? Oder habe ich dann alle Steinhöfels dieser Welt auf den Hacken?
Der Unterschied zwischen Schweden und Deutschland:
«Dieser Markteingriff ändert die Konkurrenzbedingungen und könnte zum Verlust von Arbeitsplätzen in der Automobilindustrie führen», zetert hier - ja, wer eigentlich? Der ADAC? Die Firma VW? Das Oppositiönlein 'Solo für Westerwelle'? Unser Verkehrsminister Tiefensee?
Falsch! Es ist der schwedische Autokonzern Volvo. Und was passiert? ![]() Der Deutsche ist gedankenschwer (und an diesem Übergewicht abgesoffen). Die schwedische Regierung führt ihr Prämiensystem für Öko-Autos trotzdem ein. Bild: stock.xchng 727584
01
April
Was nicht passt, wird eben passend gemacht:
Kinners, die Linke weiß doch wenigstens noch Zusammenhänge aus kernigster Logik zu schmieden, bis die dialektische Einheit steht: Kinderkrippen ausbauen, Unternehmenssteuerreform stoppen!
Als Bremer sage ich mal: «Die Deiche erhöhen, die Bayern schlagen!» Oder als Privatmann: «Die Rosen schneiden - und das Morsabwischen nicht vergessen!»
Regensburg: CSU knietief im Braunen
Der Regensburger Stadtrat Thomas Fürst aus der CSU möchte gern Kreisvorsitzender werden. Das, obwohl er einst als JU-Chef unter Absingen des Horst-Wessel-Liedes beim Aufhängen von Hakenkreuzfahnen besoffen von der Leiter fiel, schreibt jedenfalls der 'Spiegel', während auf den Monitoren dieser Festivität 'Porno satt' zu sehen war. «Schluckspecht unter Naziflagge» titelte damals 'Die Woche'. «Regional übliches Verhalten» wäre wohl die bessere Headline gewesen. Kein Wunder jedenfalls, dass die örtliche NPD die Kandidatur dieses CSU-Fürsten unterstützt.
![]() Regensburg: Braun eint hier jung und alt. Bekanntlich ist die CSU jene Partei, wo man sich über die Latexhandschuhe einer Landrätin Pauli aufregen kann, aber nicht über einen Parteifreund, in dessen Wohnung die Reichskriegsflagge hängt. Derzeit allerdings zündelt der Dr. Fürst lieber an "Friedenslichtern im besten Sinne des Wortes“, um die Wogen zu glätten, während das bayrische Publikum in ihm einen Volkshelden erkennt, der 'gegen die da oben' bloß durchhalten soll. "Sein Jobziel ist wohl Berufspolitiker", glauben CSU-Insider, wer in Bayern da etwas werden will, der muss die braune Gülle durchqueren, ohne sich die Nase zuzuhalten ... und nette Leute trifft man dabei auch, wie hier ein Kommentator vermeldet: 'Ganz zufällig konnte ich am vergangenen Samstag die Szene zwischen dem CSU-Mann und dem NPD-Führer von Regensburg Willi Wiener beobachten ...' Auch dem schlichtungswilligen Markus Söder hat das 'System Fürst' inzwischen eine kräftige Watschn verpasst. Einmalig im gottesfürchtigen Bayern auch das: «Nach der Verkündung des Wahlergebnisses lehnte es die gesamte Regensburger Stadtspitze ab, im Vorstand ihrer Partei mitzuarbeiten. Wie Oberbürgermeister Hans Schaidinger verweigerten auch seine Stellvertreter, die Bürgermeister Petra Betz und Gerhard Weber, die Kooperation». Da wir von dem jungen Mann wohl noch viel hören werden, hier noch etwas Biographisches: Thomas Fürst ist 35 Jahre alt, Mitglied der katholischen Studentenverbindung "Rupertia" sowie der "Marianischen Männercongregation". Er will hoch hinaus. Seit 2002 sitzt er im Regensburger Stadtrat, aber "von der Sacharbeit her hat er noch keine besondere Aufmerksamkeit auf sich gezogen", sagt Fraktionschef Schlegl. Keine Ahnung, aber ehrgeizig - die typische bayrische Kraftfuttermischung also, aus der dort die Politiker herangezogen werden ...Und jetzt wird in Regensburg die CSU aus der CSU austreten. Merke: 'Wo Coca Cola draufsteht, da ist nicht unbedingt Coca Cola drin', sagte der Bauer, nachdem er seinen Rest Motoröl wiederentdeckt hatte ... The Show must go on: Neu ist die Tatsache, das die Vorwürfe nun teilweise mit eidesstattlichen Erklärungen der Zeugen unterfüttert sind. Kultivierte Sprache gab's auch: 'Auch Negerf0tze soll von der Seite von Fürst gefallen sein, jedenfalls wurde es durch eine eidesstattliche Versicherung behauptet.'
31
März
Tschüß, Hannes Apitzsch!
Wenn die Staatsanwaltschaft in dem Tempo weitermacht, sind die Vorstandsetagen bei Siemens bald menschenleer.
Als bislang letzten, sagt der Heimatfunk aus Bayern, traf's den Hannes Apitzsch. Weiß eigentlich jemand, wer derzeit die Hausmeisterdienste in der leeren Hütte verrichtet? Ist's der Pierer? via boo company
Wir basteln uns ein Synonym.
Hier ein besonders schönes Exemplar eines solchen 'Gleichbedeutenden', mit dessen Hilfe der Herr Lars Großkurth von der Firma Reemtsma Worte wie 'Medienkorruption' bzw. 'moderner Qualitätsjournalismus' umschreibt: "Goodwill" heißt das jetzt. Ein Gebiet, auf welchem die 'tabakverarbeitende Industrie' bekanntlich jahrzehntelange Anfangserfahrungen sammeln konnte:
'Der Goodwill bei Medienvertretern ... muss aufgebaut und gepflegt werden. In kritischen Situationen kann deren Loyalität, den Schaden zu begrenzen, die Katastrophe zu verhindern bzw. eventuell sogar einen Imagegewinn zu erzielen, von großem Vorteil sein.'
Das Tattoo kommt mit ins Grab.
Zu den wenigen positiven Folgen dieser Gesundheitsreform, die da morgen in Kraft tritt, zähle ich die Tatsache, dass die Versichertengemeinschaft nicht länger für das Entfernen von Tattoos und für Piercing-Folgen aufkommen muss. So manches 'Arschgeweih' wird sich nach dem zweiten Kind in einen notgelandeten Jumbo verwandelt haben, der seine Besitzerin bis ins Kukident-Stadium an die versäumten Diäten mahnt ...
![]() Zwölf Jahre später hängt's auf Kniehöhe. Bild: stock.xchng 097504
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