letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof


14
April
Futterneid?
Und falls ja - welches Futter?

Jeder mag ja zur re:publica stehen wie er will, das dröhnende Schweigen drumherum im lauschigen Blätterwalde und auch an den Newsdesks der Online-Filialen fällt ins Auge. Oder blättere ich nur in den falschen Journalen?



Ist das nur das übliche Nichts bei SpOn?

 
 
Instant Modular Journalism ...
... für alle Berichterstatter, die NUR NOCH Interesse an Schnittchen haben:


Anmoderationsvorschlag:
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Textanfang:
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O-Ton Peter Sommer 19 Sekunden
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Textfortsetzung:
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Textfortsetzung:
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Das Material ist honorarfrei zur Verwendung!
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ACHTUNG REDAKTIONEN'

 
 
Das Web 2.0 ist voller Gefahren
'Überall standen vollgekotzte Eimer, das Haus war voller Müll, und irgendjemand hatte das Hochzeitskleid der Mutter aus dem Schrank gerissen und darauf gepinkelt. Rachel Bell (17) hatte auf der Internetseite MySpace zu einer Party geladen. Während Rachel mit etwa dreißig oder vierzig Gästen rechnete, sind mehr als zweihundert grölende Teenies in das Haus im nordenglischen Woodstone Village eingefallen - mit "einem Koffer voller Alkohol". "Es ist schlimmer als ein Raubüberfall", sagten die Eltern bei ihrer Rückkehr.'

stock.xchng 341300
Don't you dare this at home.

Eltern, schützt eure Kinder!

Bild: stock.xchng 341300

 
 
13
April
WAZ ist Qualitätsjournalismus:
Hier in ganzer Schönheit zu bewundern.

via: Stefan Niggemeier

 
 
Der Treibstoff der Globalisierung ...
... kommt nicht vom Persischen Golf. Er wächst in Bolivien und Kolumbien.


Anders reisen.
Bild: wikipedia.org

 
 
Weil ich mich aus dem Fenster gehängt habe ...
... drüben beim Don Alphonso, und damit ich mein Gequake später auch wiederfinde, verlinke ich es mal hier.

 
 
Hä?
'Die schönsten Opernchöre gibt der K&K Opernchor zum Besten. Sportbegeisterte Ferienland-Gäste wiederum können das größte Lauf- und Nordic Walking Gebiet Österreichs an speziellen Terminen erwalken.'

'Wiederum'? 'Spezielle Termine'? 'Zum Besten', 'Erwalken'? - Schwere Nacht gehabt, vermute ich mal.

 
 
Welcher Teufel den Oettinger geritten hat ...
... dass er sich derart voluntaristisch aus dem Amt katapultieren wird, das dürfen wir nur mutmaßen. Vermutlich war der im Auftrag der geschichtsklitternden Rechtsextremen seiner eigenen Partei unterwegs, die da meinen, man müsse Dinge nur lange genug behaupten, dann werde sich die Aktenlage der gewünschten Sicht der Dinge von allein schon fügen - und zwar zu einer langen Reihe baden-württembergischer Ministerpräsidenten von geradezu persilhafter Reinheit.



Zu Oettingers 'unverfrorener Erfindung' und weshalb Filbinger kein Freiheitskämpfer, sondern 'ein sadistischer Nazi' war, dazu steht alles Wesentliche heute in einem Artikel Rolf Hochhuths in der 'Süddeutschen'. Ein Artikel, der auch zeigt, weshalb der Schriftsteller dem Journalisten überlegen bleibt. Und zwar nicht nur deshalb, weil jener keinen Verleger über sich hat, sondern vor allem deshalb, weil er einen eigenen Kopf hat ...

 
 
12
April
Hand in Hand: Neonazis und Qualitätsjournalismus
Es war ja nur eine Frage der Zeit: Die Mitteldeutsche Zeitung outet sich jetzt als gefällige Home-Story-Lieferantin für den freundlichen NPD-Kandidaten von nebenan.

Hinweis via: NPD Blog
Auch die taz hat den redaktionellen 24-Stunden-Graben übersprungen.

 
 
Kaum wird der Widerstandskämpfer Filbinger ...
... von Ministerpräsident Oettinger wegen seiner aufrecht antifaschistischen Haltung mal ein bisschen gelobt, schon hagelt es unverständige Kritik.


Bildnis eines Marinerichters, Mosaik Ravenna, 6. Jhdt.

 
 
Nanu, nanu?
Warum rechtfertigen Deutschlands Verleger denn dann die Stellenstreichungen in den Redaktionen und - daraus folgend - die unvermeidlich drohende Einführung des 'modernen Qualitätsjournalismus' kassandrahaft mit massiv wegbrechenden Werbeeinnahmen?

'Das renommierte Medien- und Werbeforschungsunternehmen Nielsen Media Research ermittelte für die klassischen Medien einen Brutto-Werbeumsatz von 4,8 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten 2007. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dieses ein Wachstum von 298 Millionen Euro bzw. 6,6 Prozent.'

 
 
Was der Don Alphonso bloß immer hat ...
... bei solchen Umsätzen gibt's an den 'Kommunikationsprofis' von SinnerSchrader doch rein gar nichts mehr zu meckern*. So nüchtern sieht's auch die Gunstgewerblerin von der Straße: 'It's not about love, it's the money, stupid':

'SinnerSchrader hat im zweiten Quartal 2006/2007 (1. Dezember 2006 bis 28. Februar 2007) mit einem organischen Umsatzzuwachs von knapp 20 Prozent seine dynamische Geschäftsentwicklung fortgesetzt'. Yo - und im ersten Quartal waren das sogar noch 22 Prozent gewesen.

Und das alles mit total interessanten Themen: 'Mark Pohlmann von SinnerSchrader spricht zu frühester Stunde zum Thema "Kontrollierter Kontrollverlust. Oder wie sie lernen, die Bombe zu lieben". Und die Bombe ist: Transparenz, Partizipation und Dialog'. Toll - auf solch explosiv-pretiöse Verbal-Ikonen wie 'Transparenz' und 'Dialog' muss man als E-Business-Profi aber auch erst einmal kommen!

Wie wäre das erst abgegangen, wäre das Wachstum nicht nur 'organisch', sondern am Ende gar 'anorganisch' gewesen?


Organisches Wachstum.

*Nur eine von zahllosen Fundstellen beim Don: 'Mit besten Grüssen an die dafür agierenden “Kommunikationsprofis” von SinnerSchrader - man trifft sich immer zweimal. Ein beschissen trauriger Anlass, aber hey, schliesslich ist es euer Kunde.'
Bild: Public Domain via wikimedia Commons

 
 
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