letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof


20
Juni
Ein ganz mieser Abschreiberling ...
... soll ich also sein. Weil die ersten Querschläger meine kleine Schmiede treffen, verlinke ich mal auf die Geschichte beim Monsieur X zurück. Es geht übrigens um diesen Thread hier im Blog.

Für den empörten Herrn von der taz hier einige Links, die ihm zeigen sollen, dass so außergewöhnlich seine geistige Leistung nun auch nicht war (meine übrigens auch nicht, alles lag ja gewissermaßen auf der Hand, wenn man sich ein wenig mit dem Thema beschäftigte):

Die Deppenleerstellen sind ein 'running gag' der Blogosphäre, bekannt gemacht durch dieses Blog, das sich unter anderem auch über die fehlenden Kopula beim 'Grimme Online Award' mokiert - und zwar nicht erst seit jetzt und nu, seitdem also auch die taz das mal zur Kenntnis nahm.

Die Nominierungen für den GOA seit dem Jahre 2001 finden sich ganz einfach hier - und wenn dort statt einer langen Reihe dicker redaktioneller Tanker mit zahlreicher Besatzung - wie vom Spiegel und der Süddeutschen - plötzlich ein kleines bloggendes Ein-Mann-Schlauchboot zum Sieger gekürt wird, dann fällt das nicht nur den Adleraugen eines taz-Redakteurs auf als Bruch mit der Tradition. Und man fragt sich, was das bloß für Kriterien sind, nach denen die urteilen. Nach meiner Vermutung übrigens keine. So wichtig fand ich den Punkt übrigens nicht, ich habe ihn deshalb auch in die Fußnoten gesetzt ...

Das Impressum findet sich bei mir unter dem Topic 'Impressum'. Da muss man aber erst einmal drauf kommen.

Das archaisch-großkotzige Anprangern von allem und jeden, das scheint mir da doch eher eine redaktionelle Marotte zu sein - und kein Blogger-Charakteristikum ...

 
 
Diese Auswechselbank beim 'Grimme Online Award' ...
... - weiß eigentlich schon jemand, ob die nach ihrer katastrophalen Vorentscheidung gestern an ihrer Entscheidung heute festhalten will?

 
 
Der wahre Satz zu den Public Relations ...
... der mir einfach nie einfallen wollte:

Die Affirmation verrät die sprachliche Korruption.

Zur Begrifflichkeit hier lang. Danke, Jürgen Roth.

Funktioniert tatsächlich in zwei Richtungen: Ist irgendwo die Sprachstruktur korrupt (und zwar nicht 'defekt', Orthographie ist hier nicht das Kriterium), dann stoße ich unweigerlich auf einen affirmativen Flickschuster, der Patchwork für die Position seines Lohngebers zusammenklempnert; trällert irgendwo jemand über das Thema 'Was wirklich ist, ist auch vernünftig', dann zeigt er meist auch die geballte Sprachkraft eines begriffsverwirrten Hegelianers. Wenn überhaupt ...

 
 
Rücktritt vor Antritt
In Bremen tritt der parteilose Bremerhavener Unternehmer Ulrich Nußbaum das Amt als designierter Wirtschaftssenator in der rotgrünen Koalition nicht an. Er war von dem Bremerhavener Ex-Wirtschafts- und Häfensenator und SPD-Landesvorsitzenden Uwe Beckmeyer zu massiv zum Eintritt in die SPD gedrängt worden.

Und jetzt ratet mal, was hier in Bremen die geschwätzigen Spatzen von allen Dächern pfeifen? Ein neuer Wirtschaftssenator muss nämlich jetzt her, und er muss aus Proporzgründen auch aus Bremerhaven sein - und dazu ein Kandidat der SPD. Na, welcher Name mit langjähriger wirtschaftspolitischer Erfahrung, der mit B... beginnt, fällt uns da denn wohl ein? Obwohl doch 'noch gar nichts entschieden' ist.


Zu hoch geklettert: Münchhausen erschießt sein bestes Pferd.

Beckmeyer sagte dem Tagesspiegel, sein Brief an Nußbaum sei kein Druck, sondern „eine Einladung“ gewesen. Ach so, ja denn ... - wie sagt schon Tucholsky: Politik ist genauso, wie Klein-Fritzchen sich das denkt.

Bild: Oskar Herrfurth (1862 - 1913) / via: Copyleft Goethezeitportal

 
 
19
Juni
Success Identity ...
... - und ich will diesmal gar nicht an der branchenüblichen Deppenleerstelle herummäkeln - aber für mich grenzt der Name nach dieser ziemlich einmaligen Serie von Pleiten, Pech und Pannen ein wenig an Irreführung. Aber vermutlich hat die Agentur DEN Namen ja auch schon selbst entwickelt:

Bei Unitymedia sieht man die Schuld am Debakel um den Relaunch in erster Linie bei der Hamburger Agentur Success Identity. Sie hat das neue Design entwickelt und war nach Angaben von Unitymedia auch mit der Klärung aller rechtlichen Belange betraut.

 
 
Po Pofalla la ...
...
Po Pofalla la,
der Kasper,
der ist wieder da!

Stock.xchng 710462
Die CDU erklärt uns die Welt ...
Bild: Stock.xchng 710462

 
 
Grimme Online Award
Warum in Dreigrimmesnamen dieser Online-Preis gleich zwei Deppenleerstellen trägt, das wird mir allmählich klarer:

Unter den 1.300 Nominierungen war - natürlich! - nicht ein einziger Preisverdächtiger zu finden, weshalb ganz dringend ein hauseigenes Jury-Mitglied 'nachnominiert' werden musste, das dann auch noch - Überraschung! - ganz unerwarteterweise gewinnen durfte. Ich jedenfalls rieche hier nur saubere Luft und sehe da kristallklare Bergbäche von höchster Transparenz, wozu auch passt, dass beim Publikumspreis das werte Publico schon nach einer Sendezeit, die in Stunden zu messen war, von diesem Preisträger so überzeugt war, dass es ihn aus dem Stand auf Platz 1 katapultierte. Applaus, Applaus! ...

Wenn der Chef der ganzen Deppenleerstellen-Veranstaltung diesen Vorgang noch so 'statutengemäß' findet, dann finde ich trotzdem ganz denkstatutenmäßig weiterhin, dass diese Statuten dringendst in den Ascheimer getreten werden sollten, denn sie sind für den Anspruch des Grimme-Preises keineswegs statutengemäß ...

Über die Illustration zum Thema konnte ich mir nicht so recht klar werden. Tendiere ich in die Richtung von Bild 1 oder von Bild 2? Gibt's andere Vorschläge?








So sehr ich Stefan Niggemeier schätze, die Reihenfolge der Preisträger - Spiegel online (Meinungsindustrie), jetzt.de (Meinungsindustrie), Niggemeier (Einzelkämpferblog) - scheint mir auch kategorial an den Haaren herbeigezerrt. Wenn die Grimmes jetzt nolens volens endlich bei ihren Statuten und Personen im Onlinebereich aufräumen, dann könnten sie ja auch gleich ihre Preiskategorien etwas mehr realen Verhältnissen annähern. Ich mein' ja nur ...

 
 
18
Juni
Positive Diskriminierung
Im Nationalsozialismus wurden bekanntlich homosexuelle Männer verfolgt, homosexuelle Frauen jedoch nicht. Trotzdem darf das Denkmal für die Verfolgung homosexueller Menschen im Nationalsozialismus nicht einfach so unparitätisch verfahren und die Qualen der gemeinerweise unverfolgten Lesben stillschweigend vergessen:

'Im Nationalsozialismus konzentrierte sich die Verfolgung aufgrund von Homosexualität auf Männer. Dafür steht das Startvideo eines küssenden Männerpaares. Der nunmehr beabsichtigte Videowechsel im Zwei-Jahres-Rhythmus gestattet es aber auch, Bilder von Frauen zu zeigen ... Dieser Vorschlag wird der jüngsten Kritik gerecht, dass die Lesben bei dem bisherigen Entwurf ausgegrenzt seien'. Tschaja - und was interessiert uns schon die wahre Geschichte?


Ihr Leiden sei unvergessen!

Diskriminierend verfährt aber auch die Werbewirtschaft. Jung von Matt - übernehmen Sie: 'Alle Welt ist schwul aber kaum jemand lesbisch'.

Bild: Stock.xchng 363795

 
 
Grauhaarige Männer stellen Systemfragen ...
... Journalisten antworten - das ist für mich die Quintessenz der großen Vereinigungsmesse von Linkspartei und WASG. Motto: 'Und schlägt die Revolution auch Falten, wir bleiben doch die Alten!'

 
 
Ganz wie die Hamas: ...
... Moscheegegner randalieren in Köln.

 
 
Stricher-Alarm!
Oh Gott - es ist zwar nicht gleich adical, sondern es ist nur der Duden - der aber füllt jetzt drüben in meinem Wörterblog eine eigene Rubrik. Wenn ich mir dafür man keine Prostitutionsvorwürfe alarmierter Sittenwächter in Blogville einfange!

Mal schnell nachschauen: Konrad Duden ist schon 1911 gestorben, lange vor Deutschlands kritischer Zeit also - puuh! *stirnwisch*


Das Plakat vorm Puff.

 
 
Sorgen überall!
Die Klimakatastrophe bedroht unsere heiligsten Güter:

'Wir werden uns damit begnügen, die Braugerste den Klimaverhältnissen anzupassen' (Niedersachsens Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen [CDU]).



via: taz [print]
Screenshot:
Marketing Gesellschaft der Niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V.

 
 
Vorwärts in die 70er-Jahre ...
... genauer ins Jahr 1976, das ist die unerhört raffinierte FDP-Strategie des Riesenstaatsmannes Westerwelle: In jenem denkwürdigen Jahr prägte Franz-Josef Strauß den Slogan 'Freiheit statt Sozialismus', den die FDP jetzt ganz programmgemäß privatisiert hat. Unter solch elektrisierendem Motto führt uns Sir Guido in den Endkampf gegen die reitenden Leichen des Kommunismus: Auf zum Armageddon der Armani-Ritter ...


Neues FDP-Ehrenmitglied.
Bild: wikipedia.org

 
 
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