| letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof | |
![]() |
|
|
... neuere Stories
10
Juni
Der Krug geht so lange zu Gericht ...
... bis er bricht:
Die Media-Saturn-Holding hat Rechtsanwalt Steinhöfel das Mandat entzogen. ![]() Die Glasbruchversicherung zahlt nicht mehr. Via: Rainer sacht Bild: Stock.xchng 723147
Also, also, also ...
... das ist empörend, das lass' ich mir nicht gern nachsagen:
'Ich will nicht ausschliessen, dass grosse Teile der Blogosphäre die gleiche Medienkompetenz mitbringen, die auch schon 9Live gross gemacht hat.'
No more adical?
Was'n los? Nach einem kursorischen Kontrollgang, den ich mit meiner kleinen Maus eben (10.20 Uhr) vornahm, gibt es gar keine lustigen Blinky-Anzeigen und Popp-Apps mehr bei Spreeblick, bei Niggemeier, bei Lummaland oder bei Don Dahlmann. Um nur mal vier der üblichen Verdächtigen zu nennen.
Oder ist sonntags jetzt wieder werbefreie Zeit? Nachtrag (10.55 Uhr): Nu ist's wieder da. Mitten in der Redaktionsleiste blitzt's und zappelt's. Tsss - wer soll denn da noch lesen ...?
Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim ...
... war lange Zeit der Chef-Lobbyist der deutschen Elektrizitätswirtschaft, Präsident aller deutschen PR-Fuzzies wie auch des europäischen PR-Verbandes und - gelinde gesagt - eine höchst skurrile und knotige Figur, die alle unbotmäßigen Subjekte immer noch am liebsten mit der Reitpeitsche durchgestriegelt hätte, wie einst untertänige Bauern. Unter anderem verfasste der Herr Graf ein Buch mit dem schönen Titel 'Es braust ein Ruf wie Donnerhall'. Wer danach bei amazon sucht, der stößt auf eine offensichtlich fehlplazierte Kurzfassung des Inhalts, die trotzdem gar nicht so weit neben der Spur liegt:
'Auf der Suche nach dem mysteriösen Dunklen Turm durchstreift Roland, der letzte Revolvermann, eine sterbende Welt, wo in endlosen Wüsten und Ruinenstädten Dämonen, Sukkubi, Vampire und Geistermutanten hausen.'
Stilblüten sind robuste Gewächse: ...
... Sie blühen besonders üppig dort, wo die Nebelbomben dicht an dicht einschlagen. Wie im Falle dieses Interviews um die Nominierung für den Grimme Online Award. Hier eine waschechte Redundanz als Pseudo-Kontradictio, im Gelenk klappernd verbunden durch ein 'aber', das besonders erheiternd wirkt, schneidet man - wie hier geschehen - das Blabla-Gestrüpp drumherum ein wenig zurück:
"Die Jury ist ein autonomes Gremium, ... aber sie entscheidet ganz autonom." Jaja - und so 'ne Jury ist schon so 'ne Jury!
Wer hat bloß dem Jürgen Rüttgers ...
... jemals ein Denkzertifikat ausgestellt? Arm in Arm mit seinem Buddie Peter Müller aus dem Saarland wirft sich der Schrecken des gesunden Menschenverstandes im Bundesrat jetzt für die Braunkohle in die Bresche: "Die Braunkohle ist die einzige Energie, die wir in Deutschland haben, die ohne Subvention auskommt". Bester Herr Rüttgers, das wäre ja noch schöner, wenn wir dem Stinkzeug auch noch Subventionen in den Rachen werfen sollten! Außerdem stimmt's auch gar nicht, ziehen wir mal die Dienstleistungen des Staates bei der Ausweisung von Tagebauflächen in Betracht. Fakt ist nur: Jede Kilowattstunde Strom aus Braunkohle haut mit circa einem Kilo Kohlendioxid ins Klimakontor - und sie riecht dabei auch noch nach DDR. Um es auf den Punkt zu bringen: "Braunkohle ist Gift für das Klima".
![]() Die Sargnagelschmiede enthüllt: Der Think Tank des Ministerpräsidenten Dann greift der NRW-Meisterdenker ganz tief in die Grabbelkiste: Er holt den guten alten Autarkiegedanken aus dem Mausoleum - 'nur die Braunkohle garantiere eine vom Ausland unabhängige Energieversorgung' - bei dem mein verstaubtes Schulwissen mich fragt, ob dieser rostbedeckte Ansatz eher dem Merkantilismus oder dem Physiokratismus zuzurechnen sei. Immerhin - im 18. Jahrhundert scheint der Herr Rüttgers schon mal angekommen zu sein. Ach so, habe ich schon erwähnt, dass in NRW gleich zwei der vier großen Energieversorger dieser Republik ihren Sitz haben? Bild: Stock.xchng 674984
09
Juni
Der junge Mann als 'High Risk Potential':
Soso!
„Es wird lediglich in der Summe viel weniger Journalisten geben“, prognostiziert etwa Robin Meyer-Lucht, Medienberater und Leiter des Berlin Institute. Redaktionen würden künftig stärker mit Netzwerken von Themenexperten arbeiten. Einen weiteren Trend, dem zahlreiche Redaktionen folgen, hält er hingegen für unsinnig: Journalisten seien keine Blogger. Das Weblog sei ein möglicher Rückkanal – nicht aber ein ökonomisch sinnvoller Königsweg. „Auch künftig sind Journalisten dazu da, eine möglichst breite Masse zu erreichen und nicht, um sich in Diskussionen im Netz zu verstricken“, sagt Meyer-Lucht.
Ah ja, und warum werden dann die erfolgreichsten und ökonomisch tragfähigen Blogs von Journalisten gemacht? - Gute Frage? - Deshalb schnell die nächste Frage ... Hießen 'Medienberater' früher nicht mal 'Anzeigenvertreter'?
Grasshopping ...
... die neue Trendsportart im medialen Raum:
'Offiziell: Berliner Verlag übernimmt die "Netzeitung". Statt Orkla ASA jetzt also Mecom Group. ![]() Mönsch, der neue Chef sieht ja aus wie der alte ... Bild: www.sxc.hu 639048
08
Juni
Der Mann ohne Spiegel-BILD
In einem heroischen Selbstversuch habe ich mir vor dreieinhalb Wochen den Kauf des Boulevardmagazins 'Der Spiegel' abgewöhnt. Hier erste Zwischenergebnisse dieser Radikaltherapie:
1. Der Spiegel macht eindeutig nicht süchtig. Es kommt zu keinerlei Entzugserscheinungen. In meiner Selbsthilfegruppe berichten viele sogar von einem Gefühl wiedergewonnener Freiheit. Insofern fällt der Spiegel zu Recht nicht unter das BtmG, er ist auch keine 'Bückware'. Ein Platz bei den Phantastika, bei Ron Hubbard, oder bei den Wellness- und Esoterik-Medien ist völlig angemessen. Naja, vielleicht mit einem Warnhinweis des BuMi für Gesundheit versehen ... 2. Die Differenziertheit und die Eigenständigkeit der individuellen Ansichten nehmen nach dem Absetzen rasch zu, der Stuhlgang hat allerdings einige Tage noch qualitätsjournalistisch durchgenormtes Legostein-Format. Ob eine vollständige Restitution der spiegel-generierten Intellektualdefizite zu erwarten ist, muss abgewartet werden. 3. Statt an vorgelutschten Matussek-Instant-Dragees und fettigen Aust-Burgern finden die Probanden innerhalb von drei, vier Tagen wieder Geschmack an feinerer, raffinierterer Küche. Nicht nur der Geruchs- und Geschmackssinn, auch das eigene Denken wagt sich von Tag zu Tag weiter hervor aus jenem Bunker der inneren Emigration, in den es die stalinistische Meinungsorgel des Kollegen Gabor Steingart vertrieb. 'Mir ist', so formulierte es eine Teilnehmerin, 'als hätte jemand in meinem Denken den Biolek durch Goethe als Ko-Kommentator ersetzt, als hätte ich statt 'Modern Talking' Beethovens Sonaten im Ohr ...' So weit erst einmal.
Aber Herr Küster!
Sie als Mann der Kirche! Respektive des Doms von Halberstadt! Sie lassen sich dabei erwischen, wie Sie drei Kilo Marihuana für höhere Zwecke käuflich erwerben? Und im Keller des Doms lagern Sie zusätzlich weiteres Opium fürs Volk, wenn der schnöde Reefer bei der Glaubbarmachung mal versagen sollte?
![]() Alles so schön bunt hier! Trotzdem - in gewisser Weise kann ich püschedelisch veranlagte Menschen, wie Sie es sind, schon verstehen, auch wenn sie auf Abwege geraten: Den ganzen Tag schicke Fummel tragen, dazu diese irren Sound-Machines in beiden Domtürmen, pfundweise Tütchen ad maiorem dei gloriam verlöten und ständig unbelegbares Zeug daherschwadronieren dürfen - das bietet aus beruflicher Sicht sicherlich ungewohnte Perspektiven. Und es bringt ja auch Farbe ins Leben! Bild: Stock.xchng 801864
... ältere Stories
|