letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof


30
August
Tscha, 18:15 Uhr - und schwarzgelb ...
... ist damit dann wohl auch vom Tisch.

 
 
Ach, iwo!
"Dabei sollen die Lindower Jugendlichen die Berliner ausländerfeindlich beschimpft haben, auch soll ein Jugendlicher den Hitlergruß gezeigt haben. ... „Lindow ist nicht fremdenfeindlich“, sagte [der Bürgermeister]: „Es gibt auch keine neonazistische Szene.“

Wegen so 'nem rechten Klapparm darf man doch nicht gleich von Nazis reden ...

 
 
Die dreifache Menge Plutonium ...
... viel mehr als bisher gedacht, insgesamt mehr als ein halber Zentner hochradioaktives Ultragift, lagert dort in diesem "Forschungs- und Erkundungslager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle" namens Asse II. Da liegt also etwas, was dort gar nicht liegen dürfte.

Wie konnte das denn in unserem ordentlichen Deutschland nur passieren? Nun, ganz einfach, dorthin gelangte es durch ... oops, pardon! ... durch kriminelle Energie. Eine andere Möglichkeit fällt mir trotz intensivem Nachdenkens jedenfalls nicht ein.


Atommüllpolitik im schwarzgelben Stil (Chancellor's Cut)

Ein einziges Milligramm Plutonium ist dabei schon ein sicherer Garant für Krebs, meist reicht weniger - und das intensiv strahlende Schwermetall bleibt uns zuliebe auch einige Ägiden lang tödlich potent ... kein Wunder bei einer Halbwertszeit von immerhin knapp 25.000 Jahren. Das ist von hier noch viel weiter zurück als bis zu den ollen Ägyptern.

Dieses Ultragift schwappt also in einer absaufenden niedersächsischen Salzgrube hin und her, und her und hin. Und es sickert beim nächstbesten Salzsturz dann in die Grundwasserströme, die keineswegs an Ort und Stelle wieder zu Tage treten, das könnte nämlich auch in Berlin sein, oder im Ruhrgebiet, oder in Hamburg - zum Exempel. So genau kartografiert wurden die unterirdischen Flussläufe noch gar nicht.

Und dort, wo heute der Karlsruher sagt: "Endlich: Atomsuppe wird verglast", da sagt der Greifswalder: "Ach du Scheiße!", denn dort kommt die heiße Plutonium-Suppe schließlich hin. Auch dort nicht in ein Endlager, denn echte Endlager gäbe es in Deutschland allenfalls im Granitgestein oder in mächtigen Tonflözen, also in Bayern.

Kurzum: Die norddeutschen Kaligruben an und für sich sind naturbedingt einstürzende Lagerstätten, von denen uns die Angie und der Guy D'Eau nach der Wahl und nach Asse und Morsleben gleich noch eine dritte, diesmal für hochradioaktive Abfälle andienern wollen, nur damit 'die großen Vier' von der energieexportierenden Stromzählerableseindustrie noch mehr Profit machen dürfen. Vermutlich ja, weil dort im Wendland die dreihundert Meter tiefe "Gorlebener Rinne", ein riesiger Grundwasserstrom, ganz ohne schützendes tönernes Deckgebirge direktemang das Salzflöz auflöst. Was das Giftverteilen dank der 'sicheren und sauberen Atomkraft' doch gleich sehr viel effektiver macht.

ABER KEIN SCHWEIN REGT SICH ÜBER GIFTMISCHEREI NOCH AUF!

Bild: Public Domain

 
 
Und was kriegen die Deutschen?
Gute Frage - nächste Frage: "Zur Bekräftigung ihrer guten Absichten lieferten die Schweizer ... 3000 Namen von mutmaßlichen Steuerhinterziehern mit Schweizer Bankkonten. Das Material sei bereits bei den französischen Behörden eingetroffen, bestätigte der französische Haushaltsminister Eric Woerth der Sonntagszeitung "Le Journal du Dimanche". Tscha, da bleibt wohl am Montag wohl nur der bittere Weg zur Selbstanzeige ...

Wer jetzt glaubt, es träfe wieder mal die Spargroschen des kleinen Handwerksmeisters, also diesen Sozial-Yeti unserer FDP, bzw. den ominösen "Mittelstand", der führe sich ergänzend das hier zu Gemüte: "Auf den Konten werde eine Summe von insgesamt 3 Milliarden Euro (4,5 Milliarden Franken) verwaltet". Der Ausdruck 'verwaltet' ist übrigens ein Euphemismus im Tarnanzug ...

 
 
29
August
Montags-Planet:
Manchmal möchte ich fast auch glauben, dass dieser Globus in sieben Tagen zusammengetackert wurde ...

 
 
Liebe Bankster ...
... 'Selbsthass ist erste Weg zur Besserung' (K. Tucholsky).

 
 
Religion und Missbrauch ...
... gehen eigentlich erstaunlich häufig zusammen. Je größer die Sünde, desto größer der Reiz, über den Zaun göttlicher Gebote zu springen, so scheint's mir, desto gnadenvoller und erlebnisreicher auch die Reue und kirchliche Vergebung hinterher. Gut, das hilft dann zwar dem Kind nicht mehr, aber den Täter exkulpiert es doch. Ja - er wurde sogar von Gott als Gnadenbeweis erwählt, er ist dann was.

Ich denke dabei keineswegs nur an diesen religiösen Eiferer und Kinderf...er dort unten in Kalifornien, sondern zum Beispiel auch an all die katholischen Erziehungsheime hierzulande nach dem Krieg ...

 
 
Achtung, Statistikeralarm!
So ein Quatsch - dass all diese Leute 'Geld' immer für etwas Reales halten, so als seien die Dollars Kartoffeln:

Finanzkrise vernichtete bislang 10,5 Billionen Dollar.

Nehmen wir mal an, ich hätte dank Erbonkel Ferdinand in New York ein Bürohochhaus am Ufer des Hudson zugeschanzt bekommen. Noch im November wäre das Gebäude samt Mietern 210 Mio. $ wert gewesen, jetzt wegen Leerständen und sinkender Mieten gäben mir die Banken darauf nur noch 105 Mio. Kredit.

Ja und? Was jetzt? Gehört mir das Bürohochhaus nicht mehr? Sind die Treppen nicht mehr aus Marmor? Aber wenn es in fünf Jahren wieder 210 Mio. wert ist, dann werden alle sagen, das Ergebnis hätte ich 'durch Leistung' erreicht. Einen Dreck habe ich!

 
 
Die Automatisierung marschiert
"Rechner übernehmen die Arbeit der Aktienhändler. Im Millisekundentakt feuern sie Kaufaufträge an die Börsen."

Noch schöner, diese Rechner kriegen auch keine Boni: *achselzuck* So ist eben der Markt!

 
 
28
August
Nach dem 30. August ...
... schlägt die politische Großwetterlage um. Einige Journalisten sollten schon mal mit leichter Gehirngymnastik beginnen.

 
 
Lustig ...
... ist es, dass diejenigen, denen später die Boni zusammengestrichen werden, dieses Gesetz im Amt selbst anwenden, um ihre Boni zunächst einmal in die Höhe zu treiben:

"Ziebart steht vertraglich ab September ein jährliches Ruhegeld von 560.000 Euro zu. Zudem hatte sich Infineon verpflichtet, dem 59-Jährigen zum 31. August ein Übergangsgeld in Höhe der letzten zwölf Monatsgehälter plus durchschnittlichem Jahresbonus der vergangenen drei Jahre zu zahlen. Dabei dürfte es sich um deutlich mehr als 1 Mio. Euro handeln. ... Der Vorstoß ist der erste Praxistest des umstrittenen Gesetzes zur Managervergütung (Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung - VorstAG) ... Infineons Attacke kommt ... einem Tabubruch gleich. Gegen das Gesetz hatte die deutsche Wirtschaft und deren Corporate-Governance-Kommission unter dem Vorsitz des Commerzbank-Aufsichtsratschefs Klaus-Peter Müller massiv protestiert.

Verarmen wird von denen trotzdem keiner ...

 
 
Die Öffentlichkeit ...
... hat heute statt einer Verlagsanschrift eine Internet-Adresse.

 
 
Wer verbiegt wen?
Die Menschen werden - nach meinen Erfahrungen - weniger 'durch die Verhältnisse' verbogen, sie verbiegen sich vielmehr selbst, um innerhalb der Verhältnisse möglichst reibungslos emporzusteigen. Die Schuldfrage stellt sich da dann nicht von außen, das Verbiegen ist auch keine Gewalt, die ihnen angetan würde, sondern schlicht eine charakterakrobatische Nummer ...

 
 
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