letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof


02
September
Börsen-Tycöönchen:
Vor zehn Jahren haben die Allianz-Manager die Dresdner Bank für 21 Mrd. Euro gekauft und etwas von einem Schnäppchen gefaselt. Jetzt kriegen sie noch satte 10 Mrd. dafür, die Anleger halten das noch immer für viel zu viel Geld und stürzen die Aktie in den Keller. 'Dank unserer erfolgreichen Geschäftspolitik ist es uns gelungen ...' das dürfte vermutlich im nächsten Allianz-Jahresbericht stehen.

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Banker, Banausen, Bankrotteure?
 
Luschen, Loddel, Lustgewinnler?
 
Am Rande: Mit dem Verschwinden des Namens Dresdner Bank geht auch eine außerordentliche Kunst- und Kulturförderung unter, die tatsächlich eher mäzenatischen Charakters war und Jahrzehnte anhielt. Auch waren über lange Zeit Künstler jedweder Gattung gern gesehen. Später, vor allem mit dem neuen Eigentümer Allianz, wurde daraus allenfalls Sponsoring. Aber das wurde in der Folge ebenso halbherzig betrieben wie Kundenbetreuung, der Künstler als solcher dorthin «abgewertet», wo er hingehört: an den Rand. Überhaupt, auch der gemeine Privatkonteninhaber wurde nur noch widerwillig bedient, Filialen ohne Ende dichtgemacht. Investment etc. war angesagt. Dann merkte man irgendwann, daß irgendwas aus dem Ruder lief und stocherte mit der Stange im Nebel nach den Privatkunden.

So betrachtet verdient es die Allianz nicht anders, als daß sie Miese schreibt. Die allerdings werden die ja wohl gegenüber dem Fiskus abgerechnet. Also legen wir alle nochmal ein paar Kröten nach.

Und trauern ein bißchen dem tatsächlichen Guten, Wahren und Schönen nach. Ich jedenfalls.
 
Die Hapag hatte einst auch eine solch schöne Tradition: Auf ihren Dampfern durften Schriftsteller lange Zeit umsonst mitreisen. Das Publikum lernte an Bord einen waschechten Großschriftsteller kennen und konnte sich das Maul zerreißen, hinterher gab es für die Hapag Reiseberichte oder gar ein Buch, das dort an Bord spielte ...

Lang ist's her.
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