letzte Kommentare / Das mit der "Querfront"... kristof / Ich hatte nach dem... chat atkins / Huhu, Herr Chat.... kristof


06
Juni
Joachim Gauck ...
... ist die schärfste Waffe neben Guido Westerwelle, um Schwatzgelb endlich loszuwerden. Die Linkspartei sollte ihre kleinkarierten Bedenken also in die Rumpelkammer schieben, wegen des größeren Ziels keinen eigenen Zählaugust aufstellen - und aus strategischen Gründen ebenfalls für Gauck stimmen.

Vermutlich aber sind sie dazu zu sehr in ihre Nostalgie verbissen ... das Problem aller Ideologen.

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Genau das ist deren Problem. Irgend etwas zu tragen, was auch nur annähernd so aussieht, als könne es ein Erfolg der SPD sein, können die nicht aushalten. Die opfern das Ganze ihren eigenen Kleingärtnerinteressen....
 
In zehn Jahren fusionieren die sowieso. Weil die Linke dann absehbar und in Regierungsverantwortung so pragmatisch geworden sein wird, dass niemand mehr die Notwendigkeit zweier Parteien auf nur einem Jagdgrund begreifen wird.
 
Das Blöde ist nur, dass Wulffi dieses Jahr ist. Meine Güte, der Hansi Hinterseerclone der CDU als Bundespräsident, wie tief gehts mnoch bergab mit der Bananarepublic?
 
Nur: die Linke wird zwischendurch sicher auch den Arsch-frisst-Hose-Tod sterben, wenn Mutti mit den Grünen durch ist und aus Opportunität mit denen koaliert.
 
@colloredo "Irgend etwas zu tragen, was auch nur annähernd so aussieht, als könne es ein Erfolg der SPD sein, können die nicht aushalten."
Umgekehrt würde die SPD so etwas natürlich nie machen. NIE !1!!^^ - Sorry, das hat die SPD selbst vergeigt die letzten Jahre. Die Retourkutsche mag kleinkariert sein. Aber sie käme nicht von ungefähr...
 
Und mag das Land auch untergehen, wir bleiben auf unseren Aversionen stehen ... oder wie jetzt?
 
Kanzler, Präsident
Kanzlerschaft auf 2 Perioden begrenzen wie in den Staaten und
Präsidenten von Wahlberechtigten Bürgern wählen lassen dann gibt es diese Eiereien, diese Schildbürgereien in Berlin nicht mehr...
 
@Chat Atkins "Aversionen"
1. Warum soll die Linke keinen eigenen Kandidaten aufstellen? Das hätte den Vorteil, das Gauck nicht auch als Kandidat der Linkspartei verbrannt wird. Im zweiten Wahlgang können die dann immer noch für den Gauck stimmen.

2. Warum ist die SPD nicht auf die Linken zugegangen? Aus den Medien heraus stellt sich das so dar: Gauck ohne Vorgespräch aufgestellt und nun haben die Linken bitteschön zuzustimmen, sonst sind sie wieder die Spielverderber. Das ist schlechter Stil.

3. Das ist doch wie bei kleinen Kindern. Nur das größere/stärkere kann nachgeben und auf das Andere zugehen. Umgekehrt sieht es für die Basis wie Niederlage/Einknicken aus. - Sorry, aber so wie es die SPD betreibt, ist das doch dokumentiertes Desinteresse an der Meinung und den Stimmen der Linkspartei.
 
Bei Gaucks politischen Ansichten und seiner Vorgeschichte würde niemand auf die Idee kommen, ihn je für einen 'Kandidaten der Linken' zu halten, selbst, wenn die ihn mitwählten. Deswegen wären ja auch alle Vorgespräche mit der Linken komplett sinnlos gewesen, weil die dann am Ende den Modrow, den Lafontaine (oder was weiß ich) als 'gemeinsamen Kandidaten' vorgeschlagen hätten. Im Vorfeld - und im Konsens mit den Linken - wäre niemals ein Gauck dabei herausgekommen. Der strategische Sinn des Gauck-Vorschlags besteht ja gerade darin, dem Unionslager den eigenen Ex-Kandidaten vor die Nase zu setzen, statt eines profilblassen Radikal-Evangelikalen wie Wulff, mit dem bekanntlich auch manche Konservative und Liberale große Schwierigkeiten haben. Käme dann Gauck tatsächlich, wäre Schwatzgelb schon am nächsten Tag am Ende. So strategisch aber denken Linke in Ewigkeit nie. Die sind komplett humorlos, ironiebefreit und glauben noch an die reine Lehre ...
 
@Chat Atkins
Stimmt alles. Und danke für die kleine Strategiekunde. Wirklich. Aber die Nachdenkseiten übernehmen die sachliche Diskussion für mein bisheriges Bauchgefühl. Völlig Rille ob Wulff oder Gauck. Die Art der Überbringung der Botschaft ist nur eine andere.
(Quelle: http://www.nachdenkseiten.de/?p=5806#h02 )

Mir wären der Baum oder der Papier symphatisch gewesen. Auch Neos, aber wenigstens mit einem Faible für die Bürgerrechte.
 
Genau - es geht im Kern nicht um Gauck oder Wulff. Ein anderer hätte realistischerweise allerdings auch keine Chance. Es geht darum, ob wir diese Regierung mit etwas Glück vor 2014 loswerden können. Bevor die Schwatzgelben mit ihren Merkeleien das Land vollends in die Katastrophe geritten haben. Kommt nämlich Gauck, geht diese Regierung. Und von den fälligen Neuwahlen profitierten dann eben auch die Linken, wenn sie in dieser Frage nicht so strunzdämlich und vernagelt wären ...
blogoscoop